Du hast sie wahrscheinlich schon öfters in Deiner Facebook Timeline wahrgenommen: 360°-Videos. Mit diesem Video-Format ist es endlich Möglich, Umgebungen wie z.B. Räume, Konzerthallen und andere Events vollständig abzubilden und den Betrachter mitten ins Geschehen zu holen. Dies geschieht durch eine kugelförmige Projektion des Videos, welches im Video-Player Deiner Facebook Timeline erscheint. Wie Du dieses spannende Video-Format selbst erstellen kannst und worauf Du dringend achten solltest, erfährst Du in diesem Artikel!

Mehr Viralität durch 360°-Videos

Wäre es nicht klasse, wenn wir uns an Orten umsehen könnten zu denen „Normalsterbliche“ keinen oder nur extrem selten Zugang erhalten? Wie wäre es vor einem Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft direkt im Spielertunnel neben Manuel Neuer zu stehen oder das Spiel auf der Haupttribüne neben unserer Bundeskanzlerin zu erleben? Oder noch spektakulärer: Wie wäre es einen Raketenstart direkt aus der Mondlandefähre der Astronauten zu erleben? Oder wie wäre es, wenn man ein 360°-Hochzeits-Video seiner eigenen Tochter zeigen kann, die zum Zeitpunkt der Trauung noch garnicht auf der Welt war?

All das geht: Mit 360°-Videos. Nie zuvor war es Möglich näher dran und direkt am Geschehen dabei zu sein. Und genau das ist es auch was 360°-Videos so besonders macht: Die Exklusivität selbst Teil des Films zu sein.

360°-Video der Favourite Fashionshow 2016 in Leipzig:

So erstellst Du 360°-Videos für Deine Facebook-Präsenz

Anders als bei 360°-Bildern wie Du sie aus der Facebook Timeline kennst, können 360°-Videos nicht nur mit einem Objektiv aufgenommen werden. Der Grund liegt auf der Hand: Wenn ich vorne aufnehme, kann ich nicht gleichzeitig das aufnehmen, dass hinter meiner Kamera geschieht.

Hier kommen jetzt die 360°-Video-Kameras ins Spiel.

360°-Video-Kameras gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und ausgeprägten Preisunterschieden. Als bekannte Modelle im Einsteiger-Bereich sind hier die Samsung Gear 360, Kodak SP360 / 4K, Rico Theta S und die Nikon KeyMission 360 (ab Nov. 2016 erhältlich) zu nennen. Preislich liegen diese Geräte zwischen 340,- € – 500,- € und bieten Dir ausreichende Qualität für Deinen Social Media Content. Die Videos von diesen Kameras werden durch zwei Ultra—Weitwinkel-Objektive, jeweils eins vorne und hinten aufgenommen und anschließend zu einem 360°-Video entwickelt (Fachausdruck: Stitching). Ein großer Vorteil dieser Geräte ist die einfache Bedienung und die Flexibilität bei der Aufnahme, die mit dieser Geräteklasse möglich ist.

Professionelle 360°-Kameras wie zum Beispiel die Nokia OZO oder dem Freedom360-Rig mit 6 GoPro-Kameras haben zwar in der Bild- und Ton-Qualität deutlich mehr Spielraum, können diesen jedoch nicht in den komprimierten 360°-Videos auf Facebook darstellen. Wichtig für Dich zu wissen: Die Komprimierung nimmt Facebook selbst vor – die eigentliche Videoqualität dieser Kameras ist deutlich höher als das, was Du in der Timeline von Facebook sehen kannst.

Diese Anforderungen sollte Dein 360°-Video erfüllen

Es macht jetzt wenig Sinn über Anforderungen einen langen Dialog zu führen, wenn unsere Zielgruppen und deren Verhalten komplett unterschiedlich sind. Deshalb möchte ich Dir hier einige Tipps geben, die Du bei der Produktion Deiner 360°-Videos beachten solltest:

  • Die Länge des gesamten Videos sollte keine 1:30min. übersteigen, wenn Du lediglich Impressionen von Deiner Unternehmen oder eine Landschaft zeigst.
  • Einzelne Sequenzen in Deinem Video sollten eine Länge von 15-20sec. nicht übersteigen, wenn es keine richtige Story zu sehen gibt, die eine längere Zeit in Anspruch nimmt.
  • Übergänge zwischen den Sequenzen sollten am besten „weich“ vorgenommen werden und ohne „Effekte“ auskommen. Du findest diese Form des Übergangs eventuell auch unter dem Begriff „Blur“ in Deiner Videoschnitt-Software.
  • Der Ton sollte nicht aus der Kamera kommen, sondern im Idealfall durch ein separates Mikrophone aufgenommen werden. Ich arbeite mit dem Zoom H5 Handy-Recorder. Alternativ kannst Du natürlich auch ein Smartphone mit Richtmikrophone als Aufnahmequelle verwenden.
  • Benutze ein immer Stativ oder einen Monopod – unruhige Kameraführungen sorgen schnell zu Motion-Sickness. Alternativ kannst Du auch einen Selfie-Stick nehmen, sofern Du die Kamera daran befestigen kannst.
  • Sei kreativ in der Perspektiv-Wahl! Nicht immer nur auf Kopfhöhe arbeiten, sondern auch mal eine niedrige Position wählen. Sehr gut sieht man einige kreative Perspektiven im Produktvideo der KeyMission-360-Kameras.
  • Vermeide direktes Sonnenlicht bei der Positionierung Deiner Kamera. Damit ist nicht gemeint, dass Deine Kamera nicht in der Sonne stehen darf, sondern dass keine Sonnenstrahlen direkt in die Objektive Deiner Kamera strahlen sollten. Die Kamera-Sensoren haben in der Regel keinen großen Dynamik-Umfang und zeigen an der Stelle der Sonne, nur eine hässliche weiße Fläche im Himmel.

Spannende Perspektiven im Video von Nikon:

Bist Du reif für 360°-Videos?

Die Frage kann ich Dir leider nicht beantworten. Allerdings hoffe ich Dir mit diesem Artikel einige nützliche Hinweise gegeben zu haben, wie Du mit 360°-Videos [https://www.fuchsfaktor10.de/] mehr Reichweite auf Facebook bekommen kannst. Facebook liebt es neue Formate zu pushen und dazu gehört neben den Live-Videos nun eben auch das 360°-Format.

Wenn Du mehr über die technische Umsetzung der 360°-Videos auf Facebook erfahren möchtest, kannst Du Dir gerne meinen Artikel „Facebook 360: alles über das neue Video-Format“ im 121WATT-Blog durchlesen.

Jetzt bist Du gefragt!

Hast Du Fragen zur Aufnahme-Technik? Brauchst Hilfe bei der Auswahl der richtigen Kamera? Wie ist Deine Meinung zu 360°-Videos? Schreibe mir auf Twitter, meiner Facebook-Seite oder am Besten direkt hier in die Kommentare. Ich freue mich auf Deinen Kontakt!